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Sprache als Weg zur Integration

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Ausländerbeirat informiert sich über Sprachkurskonzept/Nicht alle Projekte erfolgreich


Mit einem Jahresrückblick auf die Aktivitäten des Büros für Integration (bfi) eröffnete Bürgermeister Harald Denecken am Mittwoch die Sitzung des Ausländerbeirat im Internationalen Begegnungszentrum (ibz). Als sehr gelungen bezeichnete er das Projekt "Bildung-Zukunft-Kinder" für die Förderung der Bildungsteilhabe von Zuwandererkindern.
Auch die Fortbildung von Erzieherinnen und Erziehern im Bereich Sprachförderung, die als Pilotprojekt unter dem Titel "Sprich mit" an 13 Kindergärten angeboten wurde, könne als Erfolg verbucht werden. Generell sei die gute Arbeit in den Kindergärten zu loben, so Denecken. "95 Prozent der Drei- bis Sechsjährigen sind in den Kindergärten". Bei den Jüngeren gebe es noch Nachholbedarf.
Als Misserfolg hingegen müsse die im Juli organisierte Lehrstellenoffensive angesehen werden. Nur wenige Schüler hätten das Angebot angenommen. "Es ist enttäuschend festzustellen, dass es viele Jugendliche gibt, denen es egal ist, ob sie eine Lehrstelle bekommen oder nicht", sagte der Bürgermeister. "Wir resignieren aber trotzdem nicht".
Anita Breitbach vom Büro für Integration stellte den Entwurf des Karlsruher Sprachkonzepts vor. Da mangelnde Sprachkenntnisse oft ursächlich für den unzureichenden Zugang von Zuwanderern zu Bildung und Arbeit seien, verfolge das Konzept das Ziel, Sprachkursangebote zu machen, die sich am individuellen Bedarf der Zuwanderer orientierten, erklärte Breitbach.
Spezielle Angebote werde es bereits im Kindergarten geben. Vorbereitungs- und Förderklassen für Kinder im Schulalter und Erwachsenen Kurse ergänzen das Sprachkonzept: "Wir wollen das vorhandene Angebot an Sprachkursen bedarfsgerecht erweitern", sagte Breitbach. Langfristig werde man spezielle Angebote für Mütter im gesamten Stadtgebiet anbieten, um die Wege für die Familien zu verkürzen. "Aufbauangebote, die mit Berufspraktika erweitert werden können, sollen die Menschen fit für die Berufsweit machen."
Die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland rief im September das Projekt "Alle unter einem Dach" ins Leben. Es soll den Menschen "Hilfestellung bei der Orientierung und Integration in der neuen Heimat geben", erklärte Projektleiterin Emilia Schmackov. Ziele seien die Schaffung von Freizeitangeboten, die Beteiligung der Zuwanderer am gesellschaftlichen und kulturellen Leben der Stadt, die Unterstützung bei Integrationsproblemen, der Ausbau der Jugendarbeit sowie die Kontaktpflege zwischen den Generationen. Man biete zum Beispiel Englischunterricht an, um die Berufschancen der Zuwanderer zu verbessern.

 
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