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Minnensang-Freuden mit Michael Jacksons Moonwalk
Gruppe vom Helmholtz-Gymnasium bei Wettbewerb "Baden-Württemberg sucht den Minnestar" prämiert


 "I advise young people to trust the joy, I advise young people to trust the joy"  singt Denis Aydingül inbrünstig, während er bekleidet mit schwarzen Lederklamotten und einem weißen Handschuh über die Bühne spring, die Hand nach oben streckt, sich in den Schritt fast und den Moonwalk macht. Die zwei Backgroundsänger Lukas Jakob und Elias Jakob tune s ihm gleich und drehen sich blitzschnell um sich selbst. Der dazu passende mitreißende Disco-Beat und die Melodie kommen aus dem Laptop von Konstantin Martjan und dem Keyboard von Leo Perigo. Es ist völlig klar, dass Michael Jackson Pate stand für den Siegerbeitrag zum Schülerwettbewerb "Baden-Württemberg sucht den Minnestar" .Die Tanzeinlagen des charismatischen Frontmannes Denis sind ihm nachempfunden, der Beat ihres Stückes (komponiert von Lukas Jakob) klingt ein bisschen nach seinem Hit "Wanna Be Starting Something" diesen Wettbewerb gegeben haben lautet "The Jackos". Ihr Siegerlied führten die Gruppe und die anderen Gewinner gestern bei der Preisverleihung zum Schülerwettbewerb auf der Open-Air-Bühne hinter dem Schloss vor. Ihr Songtitel "I Advise Young People To Trust The Joy" ist lose zu übersetzen als "Jungen Leuten will ich raten, sich an die Freude zu vertrauen" und ist eine verneu-deutsche Zeile aus einem mittelalterlichen Liebeslied der Heidelberger Liedersammlung Codex Manesse - so wie  jeder Beitrag zum Wettbewerb aus dieser Handschriftensammlung stammen musste. Der "Minnestar" wurde begleitend zur aktuellen Ausstellung des Badischen Landesmuseums "Vom Minnesang zur Popakademie. Musikkultur in Baden-Württemberg" gesucht. "Wir wollten passend zum Ausstellungstitel traditionellen Minnesang zu einem modernen Lied verändert sehen", erklärt Susanne Schulenburg, kaufmännische Direktorin des Museums, die gemeinsam mit Antje Kaysers, die für die Kooperation von Schulen mit dem Museum zuständig ist, den Wettbewerb ins Leben rief. Die Teilnehmer durften dafür den von Ihnen gewählten Text des Codex: Manesse nach freien Willen verändern und mit Musik Jeder Art unterlegen. Ein großer Spaß schließlich handelt es sich bei Minnesang um Liebeslyrik aus dem Mittelalter, die oft viel deftiger daherkommt als man es von solch altem Gedankengut erwarten würde. "Wir haben ein Paar Schulstunden damit verbracht, Popsongs zu analisieren und zum Minnelied zu forschen", erklärt Hans Stiefel, der Musiklehrer der Gewinner, "irgendwann stellte sich heraus, dass diese fünf Jungs am intensivsten daran arbeiteten und so kann das Ganze ins Rollen." Obwohl die Gewinnergruppe aus Jungs besteht und die Minnesänger traditionel immer nur Männer waren, konnten natürlich auch viele Mädchen bei Baden-Württemberg Suche nach dem Minnesänger Erfolge feiern. Den zweiten Platz belegten zum einen die talentierten Schwestern Lisa und Mareike Niederer von der Klosterschule vom Heiligen Grab Baden-Baden mit dem Zitel "Slävest Du, vriedel ziere", zum anderen die (weiblichen und männlichen) Musikschüler der Ganztagesgymnasiums Osterburken mit ihrem eindeutig zweideutigem "Tannhäusersblues". Platz drei ging an eine Gruppe Achtklässler der Baden-Badener Klosterschule. In der Jury hatten unter anderem Hartmut Engler von der Popgruppe Pur, der Direktor der Mannheimer Popakademie Udo Dahmen sowie der Professionelle Minnesänger Knud Seckel gesessen. Letzterer trat mit seiner Harfe, Drehleier und traditionellem Gesang zum Ende der Preisverleihung auch selbst auf. Martha Giemza


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