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Hilfe fuer Haiti reißt in Karlsruhe nicht ab

TÄNZERISCHES UND MUSIKALISCHES KÖNNEN stellte der Nachwuchs der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland am Samstag im Schulmuseum in der Post Galerie unter Beweis. Die Kinder und Jugendlichen sammelten bei ihrem Auftritt für die Erdbebenopfer in Haiti. Foto: jodo

eki. "Wenn sich Kinder aus Karlsruhe für Kinder auf der ganzen Welt engagieren, dann kommt das richtig gut an." Rita Gamber weiß, wovon sie spricht. Für die Unicef Ortsgruppe ist sie derzeit viel unterwegs, denn seit die Fächerstadt offiziell "Unicef-Kinderstadt" ist, wollen die Benefizaktionen kaum abreißen.
Auch die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland stellte am Samstag im Badischen Schulmuseum in der Post Galerie ein Programm auf die Beine. Über 40 Kinder und Jugendliche tanzten, musizierten und sangen dort für die gute Sache - denn die an diesem Tag gesammelten Spenden sind für Unicef-Hilfsprojekte in Haiti bestimmt. "Dort geht es hauptsächlich um die Versorgung mit Wasser und Nahrungsmitteln sowie vorbeugende Impfungen ", berichtet Gamber. Außerdem würde durch solche Spenden die so genannte "Schule aus der Kiste" finanziert. Durch dieses Projekt sollen vor allem Waisenkinder auf der krisengebeutelten Karibikinsel weiterhin gefördert werden.
Die Karlsruher Kinder legten sich für ihre Altersgenossen in Haiti dabei mächtig ins Zeug. Auch der 15-jahrige Constantin stellte sich mit seinem Saxofon aufs Podium und intonierte die eingängige Melodie des Mädchens aus Ipanema. "Das ist eine gute Gelegenheit, uns zu präsentieren und gleichzeitig eine gute Sache zu unterstützen", freute sich Landsmannschaft-Chefin Erna Pacer über das Engagement des Nachwuchses. Solch kreatives Engagement könne anderen Vereinen als Vorbild dienen, denn vor allem in den etwas außerhalb gelegenen Stadtteilen sei die Unicef-Begeisterung noch nicht ganz angekommen, so Gamber. Die Gesamtspendensumme von bislang weit über 100 000 Euro könne sich dennoch sehen lassen.
Das Hautaugenmerk der Landsmannschaft mit ihren gut 1 200 Mitgliedern gilt der Integration. Ein Vorhaben, welches bei der zweiten Generation der Russlanddeutschen in Karlsruhe ohnehin schon gelungen sei: "Unsere Kinder lernen Russisch als Fremdsprache", weiß Pacer. Und im Jugendhaus der Landsmannschaft in der Scheffelstraße gebe es neben Theater- und Musikangeboten zusätzlich eine Hausaufgabenbetreuung und Nachhilfestunden für die Jugendlichen. Da passe die Kooperation mit dem Badischen Schulmuseum ganz gut.
"Die Jugendlichen der Landsmannschaft hatten schon bei der Eröffnung unseres historischen Klassenzimmers in der Postgalerie einen Auftritt", erinnert sich Günter Ützni, Vorstandsmitglied des Schulmuseums. Da habe es doch nahe gelegen, die guten Kontakte jetzt erneut für das Unicef-Engagement zu nutzen.

 
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