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Dreikönigstag

Sitten und Gebräuche
 
 
 

Die Heiligen drei Könige

Am 06. Januar wird zu Ehren der heiligen drei Könige oder auch die Weisen aus dem Morgenland das Dreikönigsfest gefeiert.

In den Bundesländern Bayern, Baden Württemberg und Sachsen-Anhalt in Deutschland ist der Dreikönigstag ein gesetzlicher Feiertag.

Der Ursprung dieses Festtages geht auf die Geschichte der heiligen drei Könige zurück, die im neuen Testament in der Weihnachtsgeschichte die Weisen des Morgenlandes genannt werden. Diese drei Weisen, hierzulande bekannt unter den Namen Caspar, Melchior und Balthasar sahen zu Jesus Geburt einen hell erleuchteten Stern, den bei uns verbreiteten Weihnachtsstern. Die drei Weisen folgten diesem Stern um zu dem neugeborenen Jesus zu gelangen und ihm reich mit Gold, Weihrauch und Myrrhe zu beschenken und das neue Leben zu empfangen und zu segnen.

„Und sahen das Kindlein, warfen sich nieder, huldigten ihm, taten ihre Schätze auf und brachten ihm Gold und Weihrauch und Myrrhe”
(Matthäus­evangelium 2, 11).




Rechts: Bartholomäus Bruyn der Ältere:
Anbetung der heiligen drei Könige,
im Wallraff-Richartz-Museum in Köln   


Ramo di Paganello u.a.:
Die „Heiligen Drei Könige” im Stall,
Marmorrelief, 14. Jahrhundert,
am Dom in Orvieto



Albrecht Dürer:
Anbetung der heiligen drei Könige,
1504, Galleria degli Uffizi in Florenz


Schon um 378 wurden Wechselgesänge zwischen Maria und den Magiern bezeugt. Drei-Königs-spiele waren bis in die Neuzeit beliebt. Das Sternsingen wurde im 16. Jahrhundert erstmals urkundlich vermerkt und war bald schon sehr verbreitet. In Deutschland gibt es bis heute den Brauch des Drei-König-Singens. Zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag sind die Sternsinger als König verkleidet mit einem Stern unterwegs. Tausende Jugendliche bitten um eine Gabe und segnen das Haus, wobei die jeweilige Jahreszahl und die Initialen C + M + B an die Haustür geschrieben werden.  Zunächst wurde ein Kreuz auf die Türen gemalt, daraus entwickelten sich der Haussegen „C + M + B”, „Christus Mansionem Benedicat - Christus segne das Haus (die Wohnung)”, welcher das Böse abhalten soll.

Es wird ein Sing- und Sprechspiel vorgetragen, welches mit Segensprüchen für die Hausbewohner, endet.

"Seid gegrüßt ihr lieben Leute, wir bringen frohe Botschaft heute."
"Seid gegrüßt in Stadt und Land, wir Sternsinger sind euch wohl bekannt ..."
"Wir kommen daher aus dem Morgenland, wir werden geführt von Gottes Hand ..."
"Heute ziehen wir von Haus zu Haus und rufen diese bitte aus"

"Viele tausend Kinder bleiben heute ohne Brot,
habt ein offenes Herz für Kinder in Not.
Wir bitten euch nun herzlich sehr,
gebt Gaben für diese Kinder her. "

Mit diesen Worten betreten die fleißigen Kinder, die als die Heiligen Drei Könige verkleidet sind, die Stuben und Geschäfte und singen für eine Spende.

Sternsinger helfen den Kindern der Welt  ***Stadtzeitung Karlsruhe vom 05.01.07  ***   

In diesen Tagen sind bundesweit wieder die Sternsinger unterwegs, um den Familien ihre Segenswünsche zum neuen Jahr zu übermitteln und um eine Gabe für ihre Hilfsaktion zu bitten. Auch in Karlsruhe engagieren sich viele Kinder und Jugendliche, verkleidet als die Heiligen Drei Könige, für ihre Altersgenossen in der ganzen Welt.
Kurz nach den Innungsmeistern machten die Sternsinger auch Oberbürgermeister Heinz Fenrich im Rathaus ihre Aufwartung. Stadtrat Sven Maier erläuterte, dass bei der diesjährigen Aktion Madagaskar das Beispielland sei. Sie steht unter dem Motto: "Kinder sagen ja zur Schöpfung." Der Erlös fließe in 3.000 Projekte in der ganzen Welt.
OB Fenrich meinte, es sei wichtig, dass man gute Traditionen aufrecht erhalte. "Wenn Kinder etwas für Kinder tun, ist es das Schönste, was man tun kann", sagte das Stadtoberhaupt. Er erinnerte an die Hilfe der Stadt für die Patenschaft Matara, wo nach der Tsunami-Katastrophe für Waisenkinder gesorgt werde. Er wünschte den Sternsingern, dass sie in Karlsruhe gut aufgenommen werden und gab den fünf Gruppen je eine Startspende.

In vielen Regionen gibt es den Brauch, am Dreikönigstag ein Gebäck namens Dreikönigskuchen aufzutischen.

V. l.: "Dreikoenigskuchen",
"Tortell de Reis",
"Spanischer Roscon de reyes"

Beim Dreikönigskuchen  handelt es sich um ein süsses Hefegebäck, welches oft auch Bohnenkuchen genannt wird. In Spanien wird als Dreikönigskuchen ein Kranzkuchen mit Orangenblütenwasser und kandierten Zitrusfrüchten gebacken.


Jedenfalls ist bei allen Versionen immer eine Bohne das wichtigste gewesen. So soll bereits in der Antike eine Bohne versteckt worden sein. Diese Bohne nannte man auch Glücksbohne. Wer diese Bohne dann gefunden hatte wurde zum Bohnenkönig gekrönt. Der Bohnenkönig konnte dann bestimmen, was den lieben ganzen Tag gemacht wurde. Oft wurde dann den ganzen Tag ausgelassen gefeiert.

Auf Niedeländischen Gemälden sind diese mit Alkohol reichlich bedachten Bohnenfeste dokumentiert.
Dieser Brauch ist dann eingeschlafen und wurde erst vor ca 700 jahren in Gebieten Sü- und Westeuropas wieder belebt.
Die Bäcker nahmen den alten Brauch dann aber erst 1952 wieder auf.
Heute backt man den Dreikönigskuchen hauptsächlich nur noch in Spanien, England, Frankreich und der Schweiz.
Jedoch werden oft anstatt der Bohnenkerne kleine winzige Geschenke versteckt.

In Spanien bringen die Heiligen Drei Könige - nicht das Christkind - den Kindern die Geschenke. An einigen Orten stellen die Kinder ihre Schuhe hinaus, Ähnlich wie in Deutschland zu Nikolaus, an anderen Orten werden die Geschenke öffentlich übergeben. Die Kinder schreiben zuvor ihren Wunschzettel an ihren Lieblings-„König” und werden dann auch von diesem bedacht.


Bauernregeln (für den 6. Januar):

„Wie sich das Wetter bis Dreikönig hält,  so ist das nächste Jahr bestellt.”

„Heiligdreikönig sonnig und still,  Winter vor Ostern nicht weichen will.”

„Ist Dreikönig hell und klar,  gibt's viel Wein in diesem Jahr.”

„Dreikönigsabend hell und klar,  verspricht ein gutes Erntejahr.”

„Heilig Drei König ohne Eis  wird Pankratius sicher weiß.”

„Ist bis Dreikönigstag kein Winter,  so kommt auch kein strenger mehr dahinter.”

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